Gesangssolisten:
Nadja Scheiwiller, Taryn Nelson, Romeo
Salazar, Andrew Waters, Ingolf Unterrainer
Ensemble:
Claudia Greco,
Debroah Powell Valentino, Aisha Ruof, Paula Ferreira, Pierre Damen, Darlan
de Jesus, Lazaro Cuervo Costa, Gregory Antemes, Sanny J. Roumimper, Jörn
Petritzki
Nachdem ich bereits im Januar Tarzan sehen
durfte, freute ich mich dieses Mal noch viel mehr darauf. Zusammen mit Ines,
hatten wir zwei ganz tolle Shows:
Ein Highlight der Mittagsshow war Kevin Massey. Er hatte den Tarzan bereits
am Broadway gespielt und wurde nach Deutschland geholt um mal wieder dem
„Tarzan-Mangel“ entgegen zu wirken. Wenn man bedenkt, dass er seine Rolle in
kurzer Zeit in deutscher Sprache lernen musste, muss man ihm den größten
Respekt zollen. Mit einer Leichtigkeit spricht und singt er die deutschen
Texte, so dass man überhaupt keine Probleme hat, ihn zu verstehen. Mit
seiner tollen Stimme und seiner Ausstrahlung hat er bei uns einen bleibenden
Eindruck hinterlassen.
Ein weiteres Highlight, bzw. das noch größere Highlight waren Melanie Ortner
als Kala und Peter Stassen als Kerchak. Mel hatten wir schon im Januar als
Kala sehen dürfen und auch damals waren wir schon begeistert. Es gelingt
nicht vielen Darstellern, dass ich mir eine Träne verdrücken muss, aber sie
schafft es. Vor allem in der Szene, als ihr Affenbaby von dem fiesen
Leoparden getötet wird, waren wir nah dran, mitzuheulen. Auch ihr
Zusammenspiel mit dem kleinen Tarzan war einfach klasse.
Peter hatten wir bereits als Clayton gesehen und von daher wissen wir, wie
fies er sein kann. Dennoch waren wir froh, ihn jetzt als Kerchak sehen zu
dürfen, da er nun auch gesanglich gefordert war. Da Andreas Lichtenberger
von der Statur her um einiges kräftiger ist als Peter und so auch sehr
bedrohlich wirken kann, war wir skeptisch aber auch gespannt, wie Peter
diese Rolle umsetzen würde. Tja, was soll man sagen, ohne Umschweife,
einfach klasse. Seine Stimme ist uns ja schon länger bekannt und da hatten
wir also keine Sorge, dass das nicht klappen würde ;-). Sein Kostüm und
seine Ausstrahlung erledigten dann den Rest. Peter war einfach unschlagbar
und steht Andreas in nichts nach.
Die Art und Weise wie Melanie und Peter auf der Bühne miteinander
harmonieren ist für die Zuschauer ein Genuss und wer die beiden persönlich
kennt, genießt die einzelnen Szenen noch mehr. Man nimmt den beiden jedes
Gefühl ab vom Streit, über die Liebe bis hin zum Abschied. DANKE AN EUCH
BEIDE!!!!Jane, gespielt von Elisabeth, standen wir etwas
skeptisch gegenüber. Bei unserem ersten Besuch stellte sie die Jane wie ein
„Dummchen“ dar. Außerdem wirkten ihre Sprechszenen sehr übertriefen und
wirkten nicht natürlich genug. Dieses Mal gefiel sie uns viel besser.
Elisabeth zeigte uns die Jane als naive aber doch clevere Person. Stimmlich
sehr gut, manchmal zu laut, so dass sie ihre Duettpartner übertönte. Was
aber auch am Mikro gelegen haben kann.
Porter, eine unscheinbare Rolle, die gespielt von Japheth Myers eine Seele
erhält. Er spielt den Vater von Jane sehr liebenswert und verleiht der Rolle
den typisch britischen Charakter. Er verdient ein großes Lob für seine
schauspielerische Leistung und für sein persönliches Wesen!
Terk ist ein absoluter Publikumsliebling. Gespielt von
Vinicius, hatte die Lacher auf seiner Seite. Mal abgesehen von ein paar
stimmlichen Einbrüchen im ersten Akt der Nachmittagsshow, konnte er uns den
zweiten Akt und die Abendshow voll überzeugen. Außerdem fielen die kleinen
Schwächen kaum auf, da er absolute Entertainer-Qualitäten vorweisen konnte.
Die Kinderrollen sind einfach super besetzt. Der kleine Tarzan mittags war
schon total knuffig, aber der am Abend war der Hammer! Gesanglich top und
was er schauspielerisch geleistet hat, war wirklich allererste Sahne! Einen
Riesenrespekt vor der Leistung dieser Kinder.Im Gegensatz zur
Mittagsshow hatten wir abends endlich das Glück Anton zu sehen. Er gefiel
uns sehr gut. Vorallem in der Szene als er entdeckt „Wer ich wirklich bin“
hat er uns absolute Gänsehaut versetzt. Dennoch tendiere ich wir doch eher
zu Kevin, der uns einfach voll überzeugt hat. Vor allem, da auch da er
besser zu verstehen war als Anton.
Das Ensemble hat ein RIENSENLOB verdient. Was diese Truppe jeden Tag leisten
muss ist einfach unvorstellbar. Die akrobatischen Einlagen, die gesangliche
Leistung und das Spiel mit dem Publikum ist ein wesentlicher Grund, warum
die Zuschauer mit einem bleibenden Eindruck das Theater verlassen.
Mit Ines Unterstützung war das mein erster Bericht. Eigentlich mache ich das
ja gar nicht gerne. Aber versprochen ist eben versprochen…Wir
freuen uns auf weitere Besuche…
